Samstag, 26. Januar 2013

bemerkenswert, DIE NEUE DEUTSCHE KÜCHE



Es geht um ein Buch, einen dicker Wälzer:

Titel:
© Collection Rolf Heyne
„ DIE NEUE DEUTSCHE KÜCHE“ 
Eine kulinarische Reise mit den 
Jeunes Restaurateurs


Erschienen ist das Kochbuch bereits Ende 2011 in der Collection Rolf Heyne.

Warum schreibe ich über das Buch, ganz einfach weil ich es im wahrsten Sinne des Wortes bemerkens wert finde.

Über die Vorstellung des Buches und das Buch selber hat Arthurs Tochter einen sehr unterhaltsamen  Beitrag geschrieben und  Stevan Paul in NutriCulinary eine sehr informative, treffende Rezension.

Ich bin ja nicht so professionell wie die Beiden, aber ich möchte gerne noch mal auf dieses Buch aufmerksam machen, ich nehme es oft zur Hand und finde darin eine Menge Inspiration und Anregung.

Auf das Buch bin ich aufmerksam gemacht worden durch eine nicht ganz freundliche Besprechung in einer überregionalen Tageszeitung.

Also habe ich es mir angeschaut, was auffällt, das Buch ist schwer,  mehr als 3000 g Buch bekommt der Leser für sein Geld. 

Gut das ist nicht wirklich ein Kriterium, doch es enthält  108 Rezepte von 1 Köchin und 35 Köchen aus ganz Deutschland. 
Die Köche sind alle jung und somit nicht wirklich die  absolute Spitze der deutschen Kochkunst, von einigen ausnahmen wie z.B Nils Henkel vielleicht abgesehen. Doch es gibt dort Rezepte von vielen besternten Köche zu lesen.
Die Köche gehören alle zu den Jeunes Restaurateurs Deutschland, einer Gruppe junger Köche die hier erstmals 1991 entstand, die es in Frankreich aber schon seit 1974 gibt. Da es eine Organisation junger Köche ist , scheidet man mit 45 Jahren aus.

Zum 20 jährigen Bestehen der Gruppe ist dieses Buch veröffentlicht worden.
Die Rezepte sind nach Monaten sortiert und ein Koch stellt jeweils ein drei Gänge Menü vor, und in jedem Monat stellen  jeweils drei Köche ein solches Menü vor.
Nun gefällt mir schon, dass das Buch somit nach Jahreszeiten sortiert ist und es jeweils drei unterschiedliche Menüs pro Monat gibt.
Inzwischen habe ich auch den Eindruck, dass , wenn man an die Zutaten kommt die Gerichte für einen engagierten Hobbykoch  zu bewältigen sind. 
Vielleicht muss man bei der Technik Einschränkungen machen, doch auch dieses Problem lässt sich ja manchmal überwinden.

Es wird deutlich regional gekocht, da gibt es Lonetaler Spargel, Poltinger Lammrücken oder Reblinger Hirschrücken.

Gut diese Zutaten sind nicht überall zu bekommen, doch ich denke der Hobbykoch kann durchaus seinen regionalen Spargel nehmen oder ein Lamm von Niederrhein und Hirschrücken aus dem bergischen und trotzdem noch ein angemessenes Ergebnis auf den Teller bringen.

Mich hat es gefreut dass es auch ein Rezept mit Schupfnudeln gibt, das schaut recht einfach aus, doch das Rezept ist in seiner Gesamtheit schon recht komplex. Das Rezept gehört zum Januar und ist von Horst Fallert. 
Ich gebe zu ich kannte diesen Namen vorher nicht. Doch das Buch stellt jeden Koch mit einigen Sätzen und einem Bild vor, dann folgt sein Restaurant ebenfalls mit Bild und kurzer Beschreibung.
So bekommt man aus dem Buch schon einen kleinen Einblick und vielleicht ja auch einen Reisetipp.
Dann folgen die drei Rezepte , immer eine Vorspeise ein Hauptgang und eine Nachspeise.

Fallers  Hauptgericht ist ein Kalbsschwanz mit Sellerie, Rosenkohl und Bubespitzle, was deutlich einfacher klingt als es ist, denn es gibt viele Komponenten, was bei dem Bild nicht wirklich auffällt.



© Collection Rolf Heyne
Es gibt natürlich den gefüllten Kalbsschwanz, Bubespitzle (oder auch Fingernudeln), Selleriepüree, Sellerieschaum, Selleriegelee, Rosenkohlviertel und Rosenkohlblättchen.

Mir gefällt das gut und ich denke das Rezept ist durchaus auf der Höhe der Zeit.

Also insgesamt ein Kochbuch was dem Hobbykoch oder Kochblogger viele Anregungen geben kann.
Was mir fehlt ist ein Stichwortverzeichnis, allerdings gibt es am Schluss eine Zusammenfassung, sortiert nach den Gängen und die ist hilfreich bei der Suche.
Ich möchte auf dieses Kochbuch nicht mehr verzichten.

Die Bilder wurden mir freundlicherweise von der Collection Rolf Heyne zur Verfügung gestellt, die auch das Urheberrecht hat.

Kommentare:

  1. Das ist es wirklich. Bemerkenswert!
    Das Glück das ich hatte, bei dieser Vorstellung dabei zu sein und mit den Jeunes kochen zu dürfen: Unbezahlbar!

    Auch gut und wenn man das eine hat, sollte das andere nicht fehlen:
    "talent & passion | die meisterschule der jeunes restaurateurs", erschienen 2008 bei Gräfe und Unzer.

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  2. Da beneide ich dich auch, das du da bei warst, ich wäre ziemlich aufgeregt gewesen:-)

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  3. Danke für die Vorstellung! Ich hatte zuvor von diesem Buch noch nichts gehört und es paßt gut in meine "Entwicklungsambiton" (habe mir aufgrund Astrids Beitrag über Raue ein älteres Buch ausgeliehen und bin fasziniert!). Ist vorgemerkt. Und, kochst du den Kalbsschwanz nach? ;-) (ich warte noch auf die "Plinsen)

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  4. Danke für diese gute Rezension mit dem schönen Foto.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
    Anna

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  5. Hallo,
    ob ich den Kalbsschwanz nachkoche hängt auch davon ab ob ich den beschaffen kan. Aausprobieren würde ich das gerne mal.

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  6. Erfahrungsgemäß klappt das mit dem Kalbsschwanz auf Vorbestellung ganz gut. Aber ich bin ja eh gesegnet mit den Metzgern um mich herum. Das Rezept schaue ich mir gleich mal an. Im Blog habe ich eines, wo der Kalbsschwanz noch mit einem Steinpilz-Semmelkloß gefüllt wurde und dann im Schweinenetz eingewickelt angebraten und geschmort. Sehr zu empfehlen!

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