Freitag, 29. April 2016

Weinralle #97 AR 26



Vin du sud ist das Thema der Weinrally #97. Also Weine aus Südfrankreich. Gastgeber dieser Wally ist Stefan Schwytz vom Blog Baccantus










Als ich das Thema gelesen habe fiel mit sofort dieser Wein ein: 
AR 26
Chateau d‘Oupia
2010 Minervois AOC

Mein Weinhändler hat mir ihn vor etwa 2 Jahren mal als Probierflasche dazu gegeben und seit dem trinken wir diesen Wein sehr gerne.

Wein steht bei uns immer im Zusammenhang mit Essen und für mich ist dieser Wein ein guter Begleiter zu Gerichten mit roten Fleisch, wie Lamm, Rind, aber auch zu Ente.
Der Wein drängt sich nicht auf und dominiert das Gericht nicht. Manche Weine haben für mich die Eigenschaft ein dazu gehöriges Gericht zu dominieren und sich in den Vordergrund zu schieben.
Genau das geschieht bei dem AR 26 nicht, er ergänzt und begleitet ein Gericht und bringt das Gericht gut zur Geltung. Deshalb trinken wir den AR 26 gerne zu unseren Mahlzeiten.

Der AR 26 kommt aus dem Minervois, einem Weinbaugebiet im Languedoc-Roussillon, seit 1985 besitzen die Weine den Status einer Appellation d‘Origine Contrôlée (AOC)

Im AR 26 sind 85% Grenache Noir und 15% Syrah Trauben verarbeitet.
Der Name AR26  ist einfach die Katasterbezeichnung der Lage in der die Grenach Noir Rebstöcke stehen. Es soll sich um die ältesten Weinstöcke des Weingutes handeln mit einem Alter von mehr als 80 Jahren. 
Das Weingut ist im Besitz der Familie Iché.

Der Wein ist im Glas von einem klaren, aber warmen Dunkelrot.
Der Duft ist eher zurückhaltend und leicht, er wird beschrieben als Süßkirsche, Kaffee und Rosinen. 
Mein Weinhändler schreibt, der Wein habe einen tiefen festen Geschmack mit anmutigen und eleganten Taninen.
Er wirkt auf mich ausgeglichen und unaufgeregt im Geschmack, aber mit kräftiger Frucht. 

Ich habe zu dem Wein ein Gericht mit Gewürzentenbrust in Banyuls, dazu gebratene Möhren mit Olivensahne und einem Kartüffelpüree gemacht. Das hat schön harmoniert und der Wein gab einen guten Kontrast zu den kräftigen Aromen.


Das Schöne ist noch, dass der Weinpreis moderat ist,  er liegt um die 10 €.

Mittwoch, 27. April 2016

Spargel,Nordseekrabben, Speck und Ei

Wir sind ja gerade in Greetsiel, Frau K und ich. Es regnet meistens und wir sind auch schon ordentlich nass geworden. Zum Glück haben wir eine wirklich schöne, und was die Küche angeht, auch gut eingerichtete Ferienwohnung, so dass ich hier auch ganz gut kochen kann. In Greetsiel gibt es neben wunderbarem Salzwiesenlamm auch Krabben zu kaufen. Nordseekrabben, die verkauft hier die örtliche Fischereigenossenschaft in einem eigenem Geschäft. Das sind die besten Nordseekrabben die ich je gegessen habe. Sie passen auch wunderbar zu Spargel. Da ich noch Waldecke Spargel mitgenommen habe, gab es also gestern Walbecker Spargel mit Greetsieler Nordseekrabben. Dazu noch Speck vom örtlichen Metzger und Bio-Kartoffeln aus der Mühle. Zusammen war das gut, richtig gut. Dadurch das die Krabben leicht erwärmt werden kommt ihr Geschmack deutlich besser zur Geltung als wenn man sie kalt isst. 

Spargel Nordseekrabben Speck Ei
Das Rezept ist einem Rezept aus E&T entnommen, leicht abgeändert.


Zutaten für 2:

600 g weißer Spargel
400 g kleine Kartoffeln
1 Scheibe geräucherter Speck (etwa 50g)
2 Eier
150 g Nordseekrabben
1/2 Bund Schnittlauch
Butter
Zucker Salz Pfeffer


Zubereitung:
Den Spargel sorgfältig schälen. Einen Topf mit Wasser aufkochen und einen Tl Salz und Zucker zugeben. Den Spargel in das kochende Wasser legen und einmal aufkochen. Den Topf vom Herd ziehen und den Spargel etwa 15 Minuten ziehen lassen. Den Spargel abschütten und auf einem Tuch abtropfen lassen.

Die Kartoffeln waschen und in Salzwasser kochen. Die Kartoffeln abschütten, abschrecken und pellen.Zwei Eier hart kochen, schälen und grob kleinschneiden.

Den Speck fein würfeln. Etwas Butter in eine kalte Pfanne geben, dazu die Speckwürfel. Jetzt den Speck bei mittlerer Hitze auslassen und knusprig anbraten. Den Speck aus der Pfannen nehmen und auf einem Küchenkrepp entfetten.

Die Krabben vorsichtig in einem Sieb kurz waschen und abtropfen lassen.
Den Schnittlauch waschen und in kleine Röllchen schneiden.

Anrichten:

Etwas Butter in einer Pfanne kurz aufschäumen. Die Kartoffeln, den Speck, die gehackten Eier in die Butter geben und kurz erwärmen. Dann die Nordseekrabben dazu schütten unterheben und etwa 1 Minute mit erwärmen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.


Den Spargel auf zwei Teller verteilen. Die Kartoffeln daneben legen. Den restlichen Inhalt der Pfanne über dem Spargel verteilen, alles mit ein wenig Schnittlauch bestreuen und servieren.

Samstag, 23. April 2016

Spargel | Rührei | Butter

Die Spargelzeit hat begonnen und es gab den ersten frischen Walbecker-Spargel. Diesen Spargel wollte ich sehr reduziert und einfach zubereiten. 

Wenige Zutaten und die ganze Konzentration auf den Spargel.
Für mich sind die klassischen Zutaten zum Spargel Butter und Ei und mehr habe ich auch nicht verwandt, ein wenig Crème Double, Salz und Pfeffer dazu. Mehr braucht es nicht für ein gelungenes Spargelgericht.

Zu dem Spargel habe ich ein einfaches Rührei gemacht. Dabei habe ich das Rührei über einem Wasserbad gerührt damit es wirklich schön cremig bleibt. Das habe ich bei Paul Bocuse gelesen, der dazu rät ein Rührei über dem Wasserbad zu rühren. So bekommt es eine deutlich cremigere Konsistenz als wenn man es in einer Pfanne zubereitet.

Spargel Rührei Butter

Das Bild von meinen Spargel auf Rührei habe ich in einer Kochgruppe bei Facebook eingestellt und viel Prügel dafür bezogen, weil das keine modernen Küche sei und nicht gut genug angerichtet.

Also mir hat das so reduziert sehr gefallen, mehr braucht es für mich nicht um Spargel wirklich schmackhaft auf den Teller zu bringen und wir hatten einen schöne , kleine Vorspeise.

Zutaten für 2:

4 Eier
2 El Crème Double
120 g geklärte Butter
6-8 Stangen Spargel
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Eier in eine Metallschüssel aufschlagen, die Crème double zugeben und etwas Salz und frisch gemahlenen weissen Muntok-Pfeffer. Die Masse mit einem Schneebesen gründlich verrühren und etwa 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Spargel Rührei Butter
Vom Spargel die vorderen Drittel abschneiden und bissfest garen. Ich habe die in wenig Wasser mit etwas Salz und Butter einmal aufgekocht und dann nur noch etwa 10 Minuten in dem heissen Wasser ziehen lassen. Den Spargel auf etwas Küchenkrepp gut abtropfen lassen.

In einem Topf etwas Wasser aufkochen. Die Schüssel mit der Eimasse so in den Topf stellen das der Boden der Schüssel Kontakt mit dem heissen Wasser hat. Etwa 40 g Butter zu den Eiern geben. 

Mit einem weichen Kunstoffspachtel die Eimasse verrühren. Wenn die gesamte Eimasse schön cremig geworden ist, die Schüssel aus dem Wasserbad heben und noch einmal  durchrühren.

Die restliche Butter gut erwärmen.

Anrichten:


Das Rührei auf zwei Schalen verteilen. Den Spargel auf das Rührei legen. Mit je 2 El der heissen Butter begießen und servieren.

Die von mir verwendeten Schalen sind von: